Feuerwehreinsatz während der Abbauarbeiten

Am späteren Freitagnachmittag wurde unser Feuer, das wie jedes Jahr aus den Resten unserer Lagerbauten besteht, von der örtlichen Feuerwehr beanstandet und mit einem Feuerwehreinsatz gelöscht. Es gilt zu erwähnen, dass dieses Feuer jedes Jahr den ganzen Tag von einem eigens dafür verantwortlichen Leiter betreut wird und daher kontrolliert abbrennt.

Der Auslöser des Einsatzes geht auf den Anruf einer Privatperson zurück, die das Feuer einer Bekannten bei der Feuerwehr meldete. Das alarmierte Mitglied erschien kurz darauf in Begleitung des Infoverantwortlichen bei uns auf Platz und befand unser Feuer für zu gefährlich. In Absprache mit dem Platzwart und Betriebsleiter der Gemeindewerke wurde der Kommandant samt einem kleinen Löschfahrzeug (KLF) aufgeboten. Alle unsere Vorschläge, wie zum Beispiel einen Wasserring um das Feuer zu ziehen und ständig zu bewässern, wurden dabei ausgeschlagen.
Was darauf folgt grenzt eher an eine Episode von «Verstehen Sie Spass», als an einen Brandfall. Der ganze Einsatz wurde damit begründet, dass unser Feuer eine Höhe von einem Meter übersteige und damit bewilligungspflichtig sei. Diese Regel ist aber weder in unserem Mietvertrag, noch auf der Homepage der Feuerwehr ersichtlich.

Der Wassertank des kleinen Löschfahrzeugs (KLF), der mehrere hundert Liter fasst, wurde vollständig über dem Feuer ausgesprüht und mit Schaum zusätzlich bekämpft. Als dieser leer war, wurden zu den drei bereits anwesenden Personen der Feuerwehr nochmals zwei hinzugezogen. Diese rückten wenig später mit einem 2200 Liter fassenden Tanklöschfahrzeug (TLF) und einem Personentransporter an.
Zwischen der Anforderung und dem Eintreffen der Verstärkung traf unerwartet die Polizei ein. Jemand hatte gemolden wir würden unseren Abfall verbrennen, was selbstverständlich nicht der Fall war. Nach einer kurzen Sichtung verliessen die angerückten Polizeikräfte den Lagerplatz auch wieder ohne Konsequenzen.
Auf die Polizei folgte dann das grosse Löschfahrzeug. Auch hier wurden erneut grosse Mengen Wasser über die Feuerstelle versprüht. Gemäss dem Kommandanten der Regionalfeuerwehr Bonaduz Rhäzüns wurden 2200 Liter Wasser für das Feuer, welches für uns knapp die Anforderungen an einen kleinen 1. Augustfunken erfüllen würde, auf Platz ausgeschüttet.
Für alle Eltern die am Besuchstag waren, verwendet wurde die Feuerstelle zwischen Leiterzelt und Küche, natürlich in erweiterter Grösse.
Die oben genannten Ereignisse nahmen nach der Entscheidung des Kommandanten, dass das Feuer komplett zu löschen sei, ihren Lauf. Wer genau die Polizei alarmierte, ist uns aufgrund deren Schweigepflicht unklar.
Der Einsatz wurde in erster Linie durch ein Kommunikationsproblem innerhalb der Gemeinde verursacht. Wir als Mieter verfügten für diese Feuerstelle über eine Bewilligung diese zu benutzen, somit wäre bei besserer Kommunikation diese ganze Angelegenheit vermutlich vermeidbar gewesen. Wir werden in Zukunft auch die örtliche Feuerwehr und Polizei über unser Lager informieren um einen weiteren ähnlichen Vorfall zu vermeiden.
Aus der Sicht des Leitungsteams war dieser Einsatz, aber vor allem dessen Dimension, völlig unverhältnismässig. Insgesamt waren fünf Feuerwehrkräfte mit zwei Löschfahrzeugen, zwei Polizisten und zwei weitere Personen vor Ort.
Wir können zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen, wie genau allenfalls die finanziellen und juristischen Folgen aus dieser ganzen Angelegenheit sein werden.

Ansonsten verliefen die letzten beiden Lagertage friedlich und ohne nennenswerte Vorkommnisse. Das Heimreisegame in St. Gallen war wie immer ein riesen Spass.