„Chrampfe git Müüs“

Montag 9.7.18

Den ganzen Montag sägten, hämmerten und bauten wir an unseren Camps.
Es gab für jeden genug zu tun. Wer gerade nicht in seinem eigenen Camp beschäftigt war, half die Küche und die Dusche fertig aufzubauen. Am Mittag lief plötzlich ein unsympathischer Typ auf den Platz, der behauptete, dass der Platz und das ganze anliegende Land ihm gehöre. Uns war sofort klar, dass es sich nur um den Vogt handeln konnte. Er stolzierte ein wenig herum, gab uns Regeln vor wie wir uns zu verhalten haben und fragte uns, ob wir Kontakt mit Eros oder Giuseppe hatten. Natürlich verrieten wir unseren Freund nicht und beteuerten dem Vogt, dass wir diese Namen noch nie gehört hatten. Er schien zufrieden mit unserer Antwort und machte sich bald wieder auf den Weg und wir machten uns wieder an die Arbeit

Nach dem Abendessen, bekamen wir wieder Besuch von Giuseppe Giabatta, der wissen wollte, was wir auf der Wanderung in Erfahrung bringen konnten. Wir erzählten ihm alles was wir wussten: Auf der Wanderung hatten wir zwei der drei Kollegen von Giuseppe getroffen, die uns einige Informationen gaben. Den dritten konnten wir jedoch nicht finden, stattdessen trafen wir einen Trupp französischer Soldaten, die das Tessin für einen Feldzug ausspähten. Die zwei Freunde von Giuseppe erzählten uns, dass Eros am Donnerstagmorgen in einem schwer bewachten Gefängnis transportiert wird und wo wir den Transport am besten überfallen können. Giuseppe war besorgt um den Freund, den wir nicht fanden und bat uns einen Plan auszuhecken, um Eros am Donnerstag zu befreien. Natürlich stimmten wir zum, obwohl wir noch nicht so genau wussten, wie wir das anstellen sollten. Um uns vor dem Schlafengehen noch ein wenig auszutoben, veranstalteten wir ein fetziges Räuber und Poli mit der ganzen Schar und nahmen anschliessend eine dringend benötigte Dusche. Sauber und müde gingen wir wieder früh ins Bett, um genug Energie für den morgigen Tag zu tanken.

 

Dienstag 10.07.18

Heute waren wir wieder den ganzen Tag voll beschäftigt, weil alle Camps und die ganze Infrastruktur unbedingt fertig werden mussten. Da wir ja am Montag schon viel «gebüezt» hatten, ging es vor allem darum die Camps mit Bänken, Chill-ecken und Schuhgestellen auszustatten. Jeder strengte sich an, um das beste aller Camps aufzustellen und die anderen zu übertreffen.

Am Nachmittag erspähten einige Gielen, wie zwei Bauern mit Spitzhacken und Schaufeln über den Platz schlichen. Wir versammelten uns und fragten sie was sie denn hier wollten. Sie erzählten uns, dass der Vogt sehr hohe Steuern und Abgaben verlange und sie darum viel zu wenig zu Essen haben. Darum legen sie nun überall versteckte Felder an um wenigsten ein bisschen mehr zu haben. Wir halfen ihnen ihr Feld anzulegen und versprachen es täglich zu bewässern. Dankbar zogen sie wieder davon und wir machten uns an den Endspurt im Campbau.

Nach der vollendeten Arbeit genossen wir einen feinen Znacht, der uns unsere Küche zubereitet hatte. Vom Essen gestärkt, bewegten wir uns noch ein wenig und trieben in den Gruppen einzeln Sport. Jede Gruppe konnte ihr Lieblingsspiel auswählen, was zu maximalem Einsatz führte. Nach diesem intensiven Sportblock überraschte uns die Küche mit einem super feinen Dessert, mit dem wir einen anstrengenden Tag gemütlich ausklingen lassen konnten.

 

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