Free Eros

Donnerstag, 12.07.18

Wie wir es besprochen hatten, kam Giuseppe am Donnerstagmorgen um mit uns Eros zu befreien. Unser Plan bestand darin, den Transport vorsichtig und unaufällig zu verfolgen. Giuseppe gefiel dieser Plan aber ganz und gar nicht, weil er schon wusste wo Eros hingebracht wird. Nämlich in ein Hochsicherheitsgefängnis des Vogts, aus dem es nach seiner Aussage kein Entkommen gab. Also mussten wir unseren Plan über den Haufen werfen und den Frontalangriff wagen, der uns aber schrecklich missglückte. Leider wurde Eros vom übelsten Schlägertrupp des Vogts bewacht. Wir rauften ein bisschen, bis sie sich zurückzogen und Eros mitnahmen. Niedergeschlagen mussten wir Giuseppe beichten, dass wir seinen Bruder nicht befreien konnten. Enttäuscht und auch ein wenig wütend machte er sich von dannen und gab uns die Aufgabe, einen Plan auszudenken, um aus dieser hoffnungslosen Lage wieder herauskommen.

Weil wir nicht wirklich etwas tun konnten, gingen wir wieder auf den Lagerplatz zurück und beschlossen uns, unseren Lageralltag zu widmen.
Heute übernahm die älteste Gruppe das Kommando und führte die Schar den ganzen restlichen Tag. Als erstes teilten wir uns in drei Gruppen auf und dachten uns je ein kurzes Theater aus, welches wir dann nach einer Stunde proben vor allen aufführten. Nach der kurzen Showeinlage und einem feinen Znacht powerten wir uns bei einer Runde Brennball noch einmal richtig aus, bevor es noch einen leckeren Dessert gab und wir uns nach dem Zähneputzen ins Bett aufmachten.

Freitag, 13.07.18

Den Freitag verbrachten wir wie jedes Jahr fast ausschliesslich in der Gruppe. Während die jüngeren Gruppen sich schon auf der Spielwiese austobten, schliefen die Älteren beinahe bis zum Mittag aus. Zum Zmittag kochten alle ihr Lieblingsmenu im Camp und machten auch den ganzen Nachmittag was sie wollten. Die einen nutzten die Chance um im Fluss neben dem Lagerplatz zu baden, die anderen schliffen Specksteinketten und wieder andere veranstalteten ein Mini-Flossrennen.

Am späteren Abend kam plötzlich der Hauptmann der französischen Armee zu uns und kündigte das Eintreffen von Napoleon an. Er instruierte uns, wie wir den Empfang vorbereiten müssen. Wir holten unsere gebastelten Fahnen, Trommeln und T-Shirts und standen Spalier. Nachdem der Hauptmann zufrieden war, schickte er einen Soldaten, um den Kaiser zu holen.
Nach einer Begrüssungszeremonie erzählten wir ihm von unserem Problem mit Eros Giabatta. Da er im Moment durch die Schweiz zieht, um die einzelne Fürstentümer unter einem Banner zu vereinen und die Helvetische Republik zu gründen, erklärte er sich gerne bereit uns zu helfen.

Wir rieten ihm sich mit Giuseppe zu treffen, um mit ihm einen Plan für die Befreiung von Eros auszuhecken.

Weil die Meisten den ganzen Tag eher ruhig angingen, bauten wir unsere überschüssige Energie bei einer Runde „Schitli ghei um“ ab, um danach auch schlafen zu können.

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