Unterwegs am 1. August

Dienstag 01.08.17

Nach dem gestrigen Schock war die Verunsicherung in der Schar gross. Wir waren uns nicht sicher, ob wir auf dem Platz bleiben können oder fluchtartig verschwinden müssen, sobald die Heidenarmee anrückt. Zum Glück kam Primil gleich nach dem Morgenessen auf den Platz und erzählte uns von seiner letzten Hoffnung: Wir sollen uns auf den Weg der Götter begeben und den Geweihten der Dei Consentess finden. In einem nahegelegen Wald befinde sich ein Pfad, welchen nur fromme und reine Seelen beschreiten könnten.

Da wir uns ziemlich sicher waren fromm und rein zu sein, machten wir uns sofort auf den Weg. Am Pfad angekommen entdeckten wir eine Botschaft, die uns verbot die Leute im Wald anzusprechen oder auch nur anzusehen. Nach einem kurzen Marsch trafen wir an einer Weggabelung auf eine verhüllte Gestalt, die uns ein Rätsel aufgab und uns erst vorbei liess, nachdem wir richtig geantwortet hatten. Bevor wir endlich beim Geweihten ankamen, mussten wir noch zwei weitere Rätsel lösen, die wir wieder von kuriosen Gestalten gestellt bekamen. Der Geweihte schaute uns bis in die Seele und sah uns als würdig an. Darum erzählte er uns von einem magischen Schutzwall, den wir errichten können, um Borg Barheid und seine Schergen aus dem Römerreich auszusperren. Um diesen Wall zu errichten, müssen wir aber zuerst die Reliquien der Gottheiten Mars, Minerva und Merkur finden und richtig positionieren. Er erklärte auch, dass diese Artefakte sich in der Obhut des Priesterordens der Rex Scrorum befinden und überreichte uns eine Karte, auf der die alten Tempel eingezeichnet waren.

Zurück auf dem Lagerplatz erwartete uns aber bereits eine böse Überraschung: Borg Barheid kam höchstpersönlich vorbei, um uns einen Handel anzubieten: Die Reliquien im Tausch gegen unsere Sicherheit. Wir taten so als wüssten wir von Nichts und seien nur hier, um unser Lager in Frieden zu beenden. Nach einigem Hin und Her akzeptierte er unsere Antwort und zog wiederwillig davon. Trotzdem hatten wir das Gefühl beobachtet zu werden und beschlossen erst morgen auf die Suche nach den Rex Scrorum zu gehen und stattdessen heute den Geburtstag der Schweiz zu feiern.

Um uns einzustimmen, begannen wir den Abend mit einem superfeinen Raclette. Anschliessend bereiteten zwei Gruppen je ein Theater vor, in dem ein Teil Schweizer Geschichte neu erzählt wurde. Als es langsam eindunkelte, machten wir uns auf den Weg um bei der benachbaren Luftabwehreinheit ein Feuerwerk zu sehen. Nach einem kleinen Marsch zur Kaserne und einer kurzen Übung im richtigen Stehen und Gehen, konnten wir ein grossartiges Feuerwerk geniessen.