Früh um 07:30 Uhr trafen wir uns mit gepacktem Wanderrucksack am Bahnhof Weinfelden. Noch ein letztes Winken zu Mami und Papi und schon ging die Reise los. Mit dem Zug fuhren wir bis nach Biel, wo sich die Wege unserer drei Wandergruppen trennten. Jede Gruppe hatte dabei einen eigenen Auftrag von Charles Stiefelberger im Gepäck.
Die jüngste Gruppe stieg in Moutier aus und nahm die Route über Sornetan unter die Füsse. Die mittlere Gruppe fuhr weiter bis Delémont und wanderte von dort Richtung Glovelier. Die älteste Gruppe liess sich mit dem Bus nach Saignelégier chauffieren und startete von dort ihre Tour. Während die beiden jüngeren Gruppen unterwegs fleissig Plakate für Charles neues Jura aufhängten, hatten die Älteste einen speziellen Auftrag: Sie sollte an einem abgemachten Standort die brandneue Währung abholen.
Das Wetter meinte es gut mit uns, fast schon zu gut. Bei sommerlicher Hitze zogen wir durch die weiten Juraweiden, vorbei an grasenden Freibergerpferden, durch schattige Tannenwälder und über sonnige Höhenzüge mit herrlicher Aussicht. Genügend Trinkpausen im Schatten war da definitiv Pflicht…
Am späteren Nachmittag erreichten alle Gruppen erschöpft, aber zufrieden ihren Übernachtungsplatz. Die jüngste Gruppe schlug ihre Zelte auf einer Wiese bei einem Bauern auf, die beiden anderen fanden in gemütlichen Scheunen Unterschlupf. Zum Znacht gab es wie jedes Jahr eine feine Rösti, welche uns wieder stärkte. Die älteste Gruppe durfte noch lokale jurasische Spezialitäten wie Totché und Wildschweinsalami probieren. Da wir schnell gemerkt hatten, dass unsere Plakate und Flyer längst nicht ausreichten, um das ganze Jura zu überzeugen, bastelten wir am Abend kurzerhand noch eine ganze Ladung selber nach. Erst danach fielen alle müde in die Schlafsäcke, um für den zweiten Tag wieder gerüstet zu sein.




