Mittwoch- Fluch und Segen zugleich?

Nach dem strengen Aufbau frischten wir heute unser Jungwächtler-Wissen an verschiedenen Posten wieder auf. Bei der Kartenkunde wurde der Kompass korrekt eingestellt und die Karte sauber nach Norden ausgerichtet. Dabei lernten wir, was es mit dem Koordinatensystem auf sich hat und was die verschiedenen Kartensymbole bedeuten. Am Erste-Hilfe-Posten wurde die stabile Seitenlage geübt und wie ein Druckverband angelegt wird. In der Seilkunde spannten wir Spanner, Samariter und Maurer, nun können alle ihre Zelter selbständig nachspannen. Am vierten Posten ging es darum, wie man ein Spatz-Zelt richtig aufstellt und wie häufige Fehler vermieden werden können. Zum Zmittag gab es feinste Fajitas, ein Highlight für den hungrigen Lagerbauch. Im Siesta Programm, welches von den jüngsten Leitern organisiert wurde, sammelten wir bei einer lustigen Holzsammelstafette fleissig Feuerholz für die Chuchi, damit wir weiterhin auf hohem Niveau verwöhnt werden können.

Am Nachmittag tauchten plötzlich Vincent und Captain Grimmberg auf unserem Lagerplatz auf. Gemeinsam mit ihnen starteten wir eine Ausgrabung mit ihrem hochwertigen Messgerät und tatsächlich: Wir fanden eine Schriftrolle! Sie bestand aus drei Teilen. Im ersten stand geschrieben, dass wir verflucht seien, weil wir die Grabruhe gestört hätten. Sehr mysteriös! Die anderen zwei Teile bestanden aus einer fremden Sprache und uns unbekannten Zeichen welche uns nichts brachten.

Die beiden Archäologen nahmen die Schriftrolle ins Labor für eine gründliche Untersuchung. Wir beschlossen stattdessen die Dorfbewohner aufzusuchen, da die Archäologen nicht an einen Fluch glauben und rein wissenschaftlich vorgehen wollen. Wir halten die Vorkommnisse jedoch für äusserst dubois und machen uns auf den Weg zum Volk.

Der Dorfälteste erzählte uns, dass sie vor Jahren selbst ein Relikt ausgruben und seither nur noch vom Pech verfolgt wurden. Das bestätigte den Fluch aus der Schriftrolle. Als wir das alte Relikt, welches einem alten Weinbecher gleicht begutachteten, tauchten plötzlich Grabräuber auf. Ohne zu zögern stürzten sie sich auf das Relikt und flohen damit bergwärts. Natürlich nahmen wir sofort die Verfolgung auf. Auf dem Weg trafen wir auf einen Alpöhi. Wir fragten ihn ob er uns sagen könne, in welche Richtung die Grabräuber flohen. Er wollte nicht mit der Sprache rausrücken und so boten wir ihm unsere Hilfe bei der Wasserversorgung an. Wir halfen ihm dann schlussendlich auch einen Bach zu stauen, jedoch brachte uns das nicht weiter, der Alpöhi wusste nichts oder wollte nichts sagen. Wir fühlten uns leicht hintergangen. Etwas enttäuscht machten wir uns auf den Rückweg zum Lagerplatz. Dort angekommen warteten gespannt Vincent und der Captain auf uns. Wir beichteten ihnen das Malheure. Sie waren nicht gerade sehr erfreut, aber da ihnen ebenfalls ein Relikt abhandenkam sind wir sozusagen quitt.

Etwas später stattete der Professor uns ebenfalls noch einen “Kontrollbesuch” ab. Er war verärgert, dass wir so wenige Löcher gegraben haben und keine Relikte vorweisen können. Er gab uns als Auftrag nun an eine alte Orgelpfeife aus der Notre Dam zu kaufen, da er in der Kunstszene zu berühmt sei. Der Händler welches das Objekt anbietet, wird am nächsten Tag ganz in der Nähe sein.

Nach dem Znacht liessen wir es nochmals krachen und veranstalteten eine Disco, die für jeden Musikgeschmack etwas zu bieten hatte. Im Anschluss gab es leckere Wassermelonen zum Dessert. Mitten drin irrten drei Dorfbewohner über unseren Platz. Sie schienen in einer Art Trance zu sein und waren nicht ansprechbar. Es bleibt weiterhin sehr mysteriös.