Mittwoch – Hoch hinaus über den Fluch hinweg

 

Am Mittwochmorgen kamen Vincent und der Captain am Morgenessen vorbei. Sie erzählten uns voller Stolz, dass sie mit Hilfe ihrer Quelle an der Uni Zürich die Symbole auf der Schriftrolle und somit den dritten Teil davon entschlüsseln konnten. Die Buchstaben waren nun zwar lesbar, jedoch ergaben diese noch keinen Sinn. Wir fanden heraus, dass es sich um eine Cäsar-Verschlüsselung handelte, bei welcher die Buchstaben im Alphabet verschoben wurden. In dem Moment als uns der Captain den gesamten entschlüsselten Text vorlas ertönte von der anderen Seite des Lagerplatzes ein lauter Knall. Wir eilten natürlich sofort hin und sahen in der Wiese ein brennendes Symbol in der Form eines Dreiecks. Damit konnten wir jedoch nichts anfangen, aber plötzlich kamen auch noch die Vertreter des Volkes vorbei und es wurde immer skurriler.

 

Sie hätten den Knall gehört und negative Schwingungen wahrgenommen, weshalb sie sofort zu uns eilten. Da wir von übernatürlichen Kräften oder Schwingungen nichts verstehen, empfahlen sie uns einen Schamanen aufzusuchen, welcher oben auf dem Berg lebt. Da die Archäologen nur an den Relikten interessiert waren, zogen sie dann wieder ab. Wir entdeckten jedoch hinter den Bäumen plötzlich noch einen einzelnen Grabräuber, welcher uns wohl belauscht haben musste. So entstand ein Wettlauf gegen die Zeit, da aus der Schriftrolle hervorging, dass es fünf Relikte gibt, welche alle zusammen den Göttern zurückgegeben werden müssen.

 

Um möglichst rasch auf den Berg zu gelangen entschieden wir uns zur Mittelstation zu laufen und fuhren anschliessend mit der Gondel hoch. Wie vom Volk beschrieben, trafen wir dann auch auf den Schamanen. Er erzählte uns eine etwas wirre Geschichte über Götter, welche uns aber nicht weiterhalf. Er konnte uns jedoch ein wenig weiterhelfen in dem er uns erzählte, dass mehrere schwarz gekleidete Gestalten vorbeiliefen. Also machten wir uns schnurstracks in diese Richtung und trafen auf die Grabräuber, welche am Boden wohl irgendetwas suchten oder ausgruben. Nach einer kurzen Konfrontation, welche klar zu unseren Gunsten ausging flüchten sie und wir bemerkten einen Hinweis, welchen sie zuvor verloren hatten.

 

Dieser führte uns nach der Entschlüsselung zu einem Murmeltierbau, wo wir sogleich auf das nächste Rätsel trafen. Mit Hilfe dieser Lösung wanderten wir auf die Bergspitze zu einer Aussichtsplattform und konnten dort erfolgreich ein weiteres Relikt ausgraben. Da die Zeit schon gut fortgeschritten war nahmen wir mit unserer Chuchi Kontakt auf und sie waren so nett uns das Essen auf den Berg zu liefern. Es gab leckere Schnitzelbrote und ein feines Glace als Dessert.

 

Noch während wir die Glaces verschlangen, konnten wir von der Aussichtsplattform Grabräuber erkennen, welche unter uns etwas ausgruben. Wir packten sofort unsere Rücksäcke und eilten los. Dort angekommen sahen wir mehrere Löcher und sie zogen in dem Moment in welchem wir eintrafen eine kleine Truhe aus dem Boden. Wir versuchten sofort diese in unseren Besitz zu kriegen, aber ein ganz flinker Grabräuber sprintete los und die anderen hielten uns von einer Verfolgung ab. So zogen wir ohne Relikt wieder ab und liefen runter zum Lagerplatz zurück. Auf dem Weg sahen wir immer mal wieder Murmeltiere und konnten die tolle Aussicht bewundern.

 

Angekommen auf dem Lagerplatz gab es zur Stärkung eine Flädlisuppe, ehe die Gielen noch etwas im Camp entspannen konnten vor dem Znacht. Da wir nicht mehr weiter wussten, entschlossen wir uns den Schamanen nochmals zu befragen. Wir schickten einen Leiter los, diesen auf den Platz zu holen. Wir konnten ihm dann doch noch etwas über den Fluch entlocken und er hat uns zugesagt den Fluch aufheben zu können und die Relikte den Göttern zurückzugeben, er bräuchte einfach noch spezielle Zutaten dafür. Diese holte er dann auch.

 

Uns fehlte aber weiterhin das fünfte Relikt, also war es uns gerade Recht als Vincent und der Captain nochmals vorbeikamen. Sie brachten uns unseren Teller zurück und erzählten, dass dieser zwar alt sei, jedoch nicht so wertvoll wie gedacht. Wir haben ihnen vom Plan mit dem Schamanen erzählt und sie haben es verstanden, auch wenn sie die Relikte lieber behalten hätten. Sie sagten uns jedoch wir sollten dem Professor nichts davon erzählen da dieser sicher keine Freude daran hätte und auch bereits auf dem Weg zu uns sei.

 

Der Professor kam dann auch wirklich vorbei und hatte Neuigkeiten für uns. Er hat von einer Quelle erfahren, dass am Kunstmarkt ein spezielles Objekt angeboten wird, welches erst kürzlich eintraf. Wir machten uns auf den Weg zum Markt und nahmen an der Versteigerung teil. Und siehe da – das von den Grabräubern ausgegrabene Relikt wurde tatsächlich angeboten. Wir boten dann auch mit und versuchten all unsere psychologischen Verhandlungstricks. Jedoch reichte unser Gold bei weitem nicht und wir wurden überboten. Ausgerechnet vom Alpöhi, welcher uns bereits einmal verarschte.

 

Da wir das Relikt unbedingt brauchten, entschlossen wir uns es dem Alpöhi zu entwenden, da wir nicht verflucht nach Hause wollen. Dies hat auch geklappt und wir trafen auf dem Lagerplatz wieder auf den Schamanen. Er bereitete das Ritual vor, während wir einen Gruss aus der Küche genossen und noch ein paar Lieder trällerten zur Überbrückung.

 

Danach war es endlich soweit und wir durften das Ritual des Schamanen aus der Entfernung beobachten. Er verbrannte diverse Zutaten, murmelte mysteriöses Zeug, bis schliesslich Rauch aufstieg und nach einem Knall die Relikte den Götter zurückgegeben wurden. Die Grabräuber versuchten zwischenzeitlich noch das Ritual zu stören, aber als sie realisierten das die Relikte nicht mehr da sind zogen sie ab.

 

Glücklich und erleichtert konnten wir bestens schlafen.