Donnerstag – Kaufen, Handeln, Klauen

Mit Sonne im Rücken und wunderschönem Bergpanorama starteten wir in den Tag.

Wir machten uns mit Gold und der Skizze der Orgelpfeife auf den Weg zum besagten Markt. Leider reichte das Gold, das uns der Professor mitgegeben hatte, nicht aus. Wir haben mit all unseren Verhandlungskünsten versucht, den Preis herunterzuhandeln, leider vergebens. Der Händler bot uns einen Deal an: Er habe noch ein Erbe versteckt, welches von seinem Vater stamme, dieses sei aber durch ein Rätsel verschollen. Wir könnten versuchen, es zu lösen, und dürften dann einen Teil davon behalten und somit die Orgelpfeife der „Notre Dame“ kaufen. 

Wir gingen den Deal ein und lösten das Rätsel. Für uns war das natürlich ein Kinderspiel. Das Rätsel verwies auf einen Baum, der sich etwa 15 Minuten entfernt befand. Dort fanden wir dann in einem Astloch eine beachtliche Menge an Gold und machten uns sogleich auf den Rückweg zum Ramschhändler. Dank den Verhandlungskünsten von unserem Lagerhugo konnten wir die Pfeife für einen fairen Preis erwerben. Glücklich und zufrieden wanderten wir mit der Orgelpfeife der „Notre Dame“ zurück zum Lagerplatz. Zum Zmittag gab es leckere Burger – sogar mit BBQ-Sauce!

Nach dem Mittagessen kam der Händler nochmal auf den Lagerplatz und versuchte uns weiteren Ramsch anzudrehen. Er merkte schnell, dass wir kein Interessen hatten, und eigentlich schon Top ausgerüstet sind für unser Lager. Er beschloss sich dann, uns sein Premium-Sortiment zu zeigen. Aus seiner Tasche zog er ein, in Zeitung eingepacktes Objekt. Als er es auspackte konnten wir unseren Augen kaum glauben: Es war unser gestohlenes Relikt! Jenes das wir vor ein paar Tagen in unserer Feuerstelle ausgegraben hatten. Dieses mussten wir natürlich haben. Wir kratzen all unser Gold zusammen. Der Preis des Händlers war aber um ein vielfaches höher. Er bot uns aber eine andere Möglichkeit an, nämlich suche er schon seit ewiglanger Zeit nach einer gewissen dreiteiligen Teekanne aus Ton. Er erwähnte zudem, dass diese Teekanne sich neusten Berichten zufolge auf einem Markt ganz in der Nähe befände. Schnellstmöglich machten wir uns also auf den Weg. Am erwähnten Standort fanden wir eine grosse Wiese, auf der einige Händler Kunden abwarteten. Wir teilten uns also in vier Gruppen auf und durchstreiften die Händler mit dem Ziel Gold zu verdienen oder noch besser: die Teekanne zu finden. 

Leider waren wir nicht alleine. Die Grabräuber waren ebenfalls in grosser Zahl vertreten, was es nicht gerade leicht machte unseren Geschäften nachzugehen. Wir schafften es aber, sie zu vertreiben. Unser gesammeltes Geld legten wir dann zusammen und versuchten die einzelnen Händler über die Teekanne auszuquetschen und zu bestechen. Vorher wollte nämlich keiner von ihnen mit dem Gegenstand herausrücken. Und unsere Taktik ging tatsächlich auf. Ein Händler war im Besitz von einem der drei Teekannen-Teile. Für etwa einen Viertel unseres Geldes konnten wir das Teil erkaufen und für einen zweiten Viertel verriet er uns auch, wo die anderen zwei Elemente sich befanden. Bei zwei alten Kollegen, zu denen aber keinen Kontakt mehr pflegt. Sie wohnten bei einer Hütte ganz in der Nähe. Kurz vor der Hütte realisierten wir, dass unser Geld wahrscheinlich nicht für die beiden anderen Teile reichen würde und entschieden kurzerhand, dass wir die beiden wohl oder übel ausrauben müssen.

 

Ohne grosse Mühe taten wir genau das und komplettierten somit die Teekanne des Händlers. Glücklicherweise hat uns der Ramschhändler seine Nummer mitgeteilt, so konnten wir ihn kontaktieren und auf dem Lagerplatz abmachen, um den Deal einzugehen. Also wanderten wir zurück zum Lagerplatz und als wir ankamen wartete der Händler schon. Völlig unkompliziert gingen wir den Tausch ein und waren somit offiziell wieder Besitzer von unserem gefundenen Relikt! Zeit für einen feinen Znacht!

 

Nach dem Znacht hat dann die älteste Gruppe die Schar übernommen. Wir rannten Stafetten, spielten verschieden Fussball- und Brennballformen. Die Gruppe Tigerhai hatte es echt im Griff. Völlig ausgepowert konnten wir uns in unseren nun fertiggestellten Camps einfinden, schlossen die Augen und die Welt der Träume übernahm. Wir freuen uns auf morgen!