Montag – Endlich mal weg vom Lagerplatz

Wie jedes Jahr startete auch heute die zweite Lagerwoche mit einem absoluten Highlight – dem Exkursionstag. Etwas früher als gewöhnlich war es Zeit den Schlafsack zu verlassen, die Motivation litt aber überhaupt nicht darunter. Gestärkt durch unseren Zmorge wollten wir direkt loslaufen als plötzlich Vincent Blonde auf dem Platz stand. Er hat den Teller, den wir gestern ausgegraben hatten bereits untersucht und gute Neuigkeiten… Die Symbole auf dem Teller sind eine Art Lösungsschlüssel für den dritten Teil der Legende. Die Zeichen im dritten Teil der Legende konnte bisher nämlich noch niemand entschlüsseln. Um den Text aber komplett zu entschlüsseln braucht er vermutlich noch das letzte Relikt: den Weinbecher vom Dorf, der uns gestohlen wurde. Wir beauftragten zwei Leiter die Umgebung nach einem Standort der Grabräuber zu suchen, während wir weg sind. Damit gab sich Vincent zufrieden, bedankte sich für die Zusammenarbeit und nun konnten wir endlich los.

Wir packten unsere Rucksäcke mit Lunch, Badehose, genügend zu trinken und los gings. Zwei der drei Gruppen stiegen an der nächsten Bushaltestelle in den Bus. Die erste Gruppe fuhr in die Lenzerheide ins Hallenbad. Natürlich haben wir eine Dusche auf dem Lagerplatz, aber nach mehr als einer Woche Lager tut eine ordentliche Badeeinheit definitiv gut. Die Rutschbahn war dabei ein riesiger Spassfaktor. Die Zweite Gruppe nahm den Bus in Richtung Viamala-Schlucht. Sie durchstreiften die langen Wege durch die wunderschöne Felsenlandschaft und suchten dabei mit einem Feldstecher die versteckten Symbole um das Lösungswort herauszufinden.

Die dritte Gruppe war vorerst zu Fuss unterwegs. Sie wanderten in Richtung der Talstation in Savognin, wo sie sich dann ein Mountain-Cart ausliehen und mit der Bergbahn wieder nach oben gondelten. Dann kam der spassige Teil. Mit hohem Tempo raste die dritte Gruppe um scharfe Kurven und Hügel herunter. Aufgrund des morgigen Regens war die Strecke noch etwas schlammig und die Gruppe kam an der Talstation nicht mehr ganz sauber an. Dafür mit umso mehr tollen Erinnerungen und zum Glück hat es ganz in der Nähe einen Badesee. Die Gruppe sprang kurz ins kühle Nass und schloss dann mit einer nervenzerreissenden Runde Minigolf den Ausflug ab.

Nach einem Tag voller Erfrischung, actionreichen Erlebnissen und wunderschönen Landschaften fanden sich die drei Gruppen kurz vor dem Znacht wieder auf dem Lagerplatz zusammen. Kurz ins Camp, den Rucksack ausräumen und dann konnten wir endlich unseren Hunger stillen. Danke Chuchi!

Karpi Chledim und Half konnten uns dann auch gleich von ihren heutigen Erkenntnissen berichten. Sie haben mit dem Auto die ganze Region abgeklappert und haben tatsächlich einen Aussenstandort der Grabräuber gefunden. Wir machten uns auf den Weg, schlichen uns langsam an und plünderten dann den schwach bewachten Aussenposten. Mit dem Relikt in der Hand traten wir den Rückweg an. Doch unser Erfolg sollte nicht lange anhalten. Auf einmal sprang eine riesige Horde der bösen Grabräubern aus den Büschen und überfiel uns. Alle zusammen schafften wir es aber, sie zu vertreiben und den Weinbecher in unserem Besitz zu behalten.

Ausgepowert von diesem langen Tag, fielen wir förmlich in unsere Schlafsäcke und freuen uns schon auf den nächsten Tag.